Sich selbst annehmen...

March 29, 2016

...ist für mich ein Prozess, der mir immer wichtiger scheint. 

Wir Menschen haben Träume und Ziele, die wir erreichen wollen und oftmals steht unser aktuelles Verhaltensmuster, unser aktueller Zustand uns im Weg. Wir ärgern uns darüber, verurteilen uns deswegen und üben harte Kritik an uns selber aus.

Der Raucher, der sich als schwach bezeichnet, weil er der Kippe nicht widerstehen konnte, dabei hat er es gross angekündigt, das er nun rauchfrei ist.

Die Frau, die dem Stück Torte nicht widerstehen konnte, dabei hat sie sich doch geschworen dieses Mal durchzuhalten.

Das Kind, das wieder eine schlechte Note in der Schule geschrieben hat, obwohl es doch so viel gelernt hat.

Die Mutter, die wieder gegenüber ihren Kindern laut wurde, dabei hat sie sich fest vorgenommen in Zukunft eine friedliche Mutter zu sein, wie man es in der Werbung sieht.

Man könnte hier noch sämtliche Beispiele bringen und für jedes dieser Beispiele kann jedes Geschlecht stehen.

Aber was haben alle gemeinsam?

Sie machen sich nieder, reden und denken schlecht über sich. Sie haben das Gefühl versagt zu haben und das sie so wie sie jetzt sind, nicht genügend sind - nicht richtig sind.

 

 

Nun wie bereits geschrieben haben die Menschen Ziele und sie träumen davon sie zu erreichen, sie malen sich ihre Ziele in den buntesten Farben aus und stellen es sich genau vor, wie es sich anfühlen wird, wenn das Ziel erreicht ist. Und gleichzeitig sagen sie sich, womit sie aufhören müssen, welches Verhalten wegfallen muss, wie sie nicht sein dürfen. Sie schenken ihrem "negativen" Verhalten so viel Aufmerksamkeit und da sie dagegen ankämpfen ist dies noch mal ein Energie-Booster für die Dinge, gegen die sie sich wehren. Aber alles, dem wir Energie z.B. in Form von Aufmerksamkeit schenken, wird verstärkt.Es ist wie bei einem kranken Menschen, der gesund sein möchte, jedoch ständig daran denkt krank zu sein ... er bleibt krank.

Nun könnte man sagen, man müsste sich einfach auf das Ziel konzentrieren, alles störende ignorieren und dann klappt das schon .... aber so einfach ist das leider nicht.

Denn unsere "negativen" Verhaltensmuster verschwinden nicht einfach, indem wir sie ignorieren oder gar leugnen. Sie bleiben im Hintergrund vorhanden, bis ihre Zeit gekommen ist an die Oberfläche zu gelangen ... und dann in geballter Ladung - ja, da reicht dann kein Stück Schokolade mehr, dann muss es die ganze Tafel und ne Tüte Chips sein.

 

Der Schlüssel negative Gewohnheiten abzulegen. liegt darin, sie vollkommen anzunehmen, ihnen Raum zu geben und sie wertfrei zu behandeln.

 

Martina Leukert beschrieb das Loslassen anhand der Müllentsorgung und dieses Beispiel fand ich so treffend, dass ich es hier in meinen eigenen Worten niederschreiben möchte.

Stellt euch vor eure "negativen" Verhaltensmuster stellen den Müll da. Der Müll steht in eurer Küche im Mülleimer und ihr wollt ihn entsorgen. Nun, der Müll lässt sich nicht entsorgen, indem ihr euch darüber ärgert, ganz im Gegenteil ... wenn ihr ihn ignoriert oder sogar leugnet, dann wird es mit dem Müll immer schlimmer, er häuft sich und mit der Zeit gesellt sich Schimmel und kleine Krabbelviecher dazu. Doch was tun, um ihn loszuwerden?Ihr müsst ihn an euch nehmen. Ganz bewusst müsst ihr den Müllsack aus dem Mülleimer nehmen und ihn nach draussen in die Mülltone werfen. Wenn ihr ihn in die Mülltonne werft, dann habt ihr euren Müll losgelassen, aber das könnt ihr nur, wenn ihr ihn vorher an euch genommen habt - und zwar so wie er ist mit seinem kompletten Inhalt und Gestank.

Und genau so ist es auch bei unseren Verhaltensmustern.

 

Keines unsrer Verhaltensmuster haben wir erlernt um uns zu schaden. Jedes Verhaltensmuster hat seinen Ursprung, hat sein Grund vorhanden zu sein und diente zur Zeit der Entstehung unserem Überlebens. Viele dieser Verhaltensmuster sind fest verankert und bereits tief in unserem Unterbewusstsein programmiert, doch wenn wir älter werden verändern wir uns und viele dieser Verhaltensmuster passen dann nicht mehr in unser Leben und wir empfinden sie als störend ... dabei ist unserem Unterbewusstsein gar nicht bewusst, das mittlerweile ein paar Jahre vergangen sind, denn es hat kein Zeitempfinden und es bemerkt auch nicht, das wir mittlerweile diese Verhaltensmuster nicht mehr benötigen, denn es schützt weiterhin den Teil in uns, der dieses Verhaltensmuster einst benötigte.

 

Es ist wichtig, das wir uns bewusst machen, das unser Verhalten nie gegen uns gedacht ist und das unser Unterbewusstsein nicht urteilt, sondern absolut neutral ist.

 

Es ist wichtig, das wir uns bewusst machen, das unsere Verhaltensmuster immer die Absicht haben uns zu schützen und das wir sie anerkennen und dankbar dafür sind. Dann hören wir auch auf zu kämpfen, dann gehen wir die Sache mit einer positiven Energie an, geben jedem Teil in uns seinen berechtigten Raum und können loslassen.

 

Ein Beispiel dazu wäre z.B. der Fakt, das ich keine Auberginen mag. Obwohl sie mir immer wieder angeboten wird und manch einer es nicht verstehen kann, das mir dieses Gemüse nicht schmeckt, mache ich mir deswegen keine Vorwürfe. Ganz im Gegenteil ich steh sogar dazu ... und ja, es störrt mich nicht.

Überlegt mal selbst! Wo habt ihr Verhaltensmuster/Eigenschaften, die andere Menschen als störend empfinden oder nicht nachvollziehen können, die euch selbst aber vollkommen gleichgültig sind? Leidet ihr unter diesen Verhaltensmustern? Sicher nicht, schliesslich bekämpft ihr sie nicht.

Und nun stellt euch die Frau vor, die sich in ihrer molligen Figur akzeptiert wie sie ist und die Energie, die sie normalerweise in das bekämpfen ihrer Selbst steckt nun in das Erreichen ihrer Ziele steckt. Mit wie viel mehr Leichtigkeit würde sie ihr Ziel erreichen?

 

Es gibt nichts an euch, das euch schaden möchte ... jedes Verhaltensmuster, jede Eigenschaft dient eurer Entwicklung eurer Sicherheit ... es würde kein Sinn machen, wenn unser Selbst uns schaden wollen würde, -Selbstsabotage steht gewiss nicht auf unsrem Entwicklungsplan- ihr seid vollkommene Geschöpfe und alles was ihr benötigt um zu wachsen, zu einem höheren Bewusstsein zu gelangen, um Erkenntnis zu erhalten steckt bereits in euch ... ihr müsst euch nur akzeptieren wie ihr seid, denn so seid ihr genau richtig!

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