"Ein Schritt nach dem anderen!" ...

September 11, 2016

 

...Dies ist ein gut gemeinter Rat, wenn Menschen sich ein grosses Ziel setzten.

Dabei ist es egal, ob es das Lernen einer neuen Methode ist, ob es das Erreichen der Traumfigur oder die Beförderung im Beruf ist.

Ganz besonders, wenn man den Zeitraum nicht weiss, wann man dieses Ziel erreichen wird, kann man sich schnell überfordert fühlen, doch dann machen sich viele bewusst, das man einfach ein Schritt nach dem anderen angehen muss. 
Ein Beispiel, das Jack Canfield (US-amerikanischer Autor und Motivationstrainer.) gibt ist folgendes.
"Stellen sie sich vor... Sie fahren mit dem Auto durch die Nacht, ihre Scheinwerfer lassen sie nur die nächsten 60m bis 90m weit sehen. Sie könnten nun die ganze Strecke im dunkeln von New York nach California fahren, denn alles was sie benötigen sind die wenigen sichtbaren Meter vor ihnen. Und so entfaltet sich auch unser Leben! Wenn wir darauf vertrauen, denn wie bei den Scheinwerfern, werden sich auch in ihrem Leben die nächsten Meter zeigen. Und schliesslich erreichen sie ihr Ziel im Leben!"
Zudem ist es natürlich viel übersichtlicher, wenn man sich kleine Ziele setzt, die zu dem grossen und eigentlichem Ziel führen. 
Wenn man zum Beispiel abnehmen möchte, dann setzt man sich oft bestimmte Gewichtsetappen bzw. eine kleine Menge an zu verlierenden Kilogramm als Ziel. Wenn man zum Beispiel 40kg verlieren möchte, dann konzentriert man sich zunächst auf die ersten 5Kg.

Das fühlt sich dann greifbarer und auch machbarer an, sodass es leichter fällt sich zu motivieren und mit den verlorenen 5Kg motiviert zu bleiben. 

Aber dann geschieht etwas, was uns schneller aus der Bahn reisst, als wir es ahnen könnten.

Wer kennt das nicht? Man startet eine neue Diät, ändert das Essverhalten oder meldet sich im Fitnessstudio an. Am Anfang ist die Motivation gross, wir sind ganz fleissig und sogar stolz auf uns, weil wir das so schön durchhalten. Und da haben wir schon das erste Stichwort: "Durchhalten!"
Für mich ein sehr negatives Wort, ein Wort, das ich mit Leid und Qual verbinde, denn etwas das mir gut tut, das muss ich nicht durchhalten. 
Also machen wir die typischen Dinge, wie Sport, Ernährungsumstellung etc. und unser Fokus liegt plötzlich nicht mehr bei unserem eigentlichen Ziel, sondern viel mehr bei den Dingen, die wir tun um dieses Ziel zu erreichen. 
Wir schauen viel mehr auf die einzelnen Schritte, als auf unser Ziel. 
So sehen wir den Verzicht auf "schlechte" Lebensmittel - Entbehrung -

und die Leistung (sport etc.), die gebracht werden muss - Zwang/Pflicht - 

und verlieren das was wir eigentlich dadurch gewinnen aus den Augen. 

Und schon geschieht es, wir verlieren die Motivation und geben auf ... weil wir das eigentliche Ziel aus den Augen verlieren.

Ja, es ist wichtig, ein Schritt nach dem anderen zu gehen ... doch bringt es mir nichts ein Fuss vor dem anderen zu setzten, wenn ich nicht weiss wohin mich meine Füsse tragen sollen. Deshalb macht euch immer bewusst, was euer eigentliches Ziel ist, wenn ihr dies ganz klar vor Augen habt, dann kommt der Rest ganz von alleine. 
Dann benötigt es keine Schrittanleitung zum Erreichen eurer Ziele, denn ganz intuitiv und voller Überzeugung wird jeder für sich den richtigen weg finden. 


 

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