Depression ...

January 14, 2016

 

...ein schwarzer Schatten, er schleicht sich von hinten an, noch denkst du du hast alles im Griff, Warnsignale, die dein innerstes -dein Selbst - dir vergeblich schickt werden ignoriert. 
Warum sollte man auch zuhören? 
Es ist doch alles ok. 
Und dann passiert es! Er überkommt dich, der Schatten verschlingt dich bis aufs letzte Haar. Tief in dem Schatten gefangen, wie in einem Loch, sitzt du da und weisst nicht wie dir geschieht. 
Plötzlich hörst du sie, die innere Stimme ... sie will raus, aber du kannst nichts tun. Dein Äusseres wird taub, leer, gefühlskalt. 
'Aber, das geht doch nicht!'
'Und Ob! Und wie das geht!'
'Aber du hast doch Kinder, die zaubern dir doch bestimmt ein Lächeln ins Gesicht!?'
'Nein!'
Ich fühle nichts ... nichts ausser tiefer Trauer, die gar unendlich scheint. Mit jeder Sekunde wird sie intensiver, der Schatten erreicht eine unfassbare Tiefe, ich falle ... immer tiefer ... 
'holt mich hier raus!'
... doch niemand hört es ... oder kann ich niemanden es hören sehen?
Es tut so weh! Ich will das nicht! Ich will mich am Leben erfreuen, will etwas fühlen, möchte an etwas glauben können.
Ich schaue aus dem Fenster, der Balkon ... ja der scheint mir freundlich, könnte man so schön runterspringen ...dann wären diese Qualen vorbei. 
'Niemand sieht wie es mir geht, niemand sieh mein Inneres!'
... oder sehe ich nur nicht, das es gesehen wird? 
Ich bin immer noch im freien Fall ... ich spüre nicht mal mehr den Druck im Magen... ich bin taub - leer!
'Ich will das nicht!'
Doch ich schaffe es nicht! Ich habe versagt .. bin eine Versagerin! Warum bin ich überhaupt noch hier? ich würde jedem einen Gefallen erweisen, wenn ich nicht mehr da wäre - aber, was wenn ich etwas wichtiges verpassen würde? ich möchte meine Kinder aufwachsen sehen, ich möchte meine Enkelkinder sehen, möchte mit meinem Mann alt werden! 
'Wollen sie mich so lange bei sich haben?' 
'Nein, sie hätten es leichter ohne mich!'
'Aber ich bin doch so neugierig!'
Mein Mann läuft gerade an mir vorbei, ich sehe es in seinen Augen, er macht sich Sorgen um mich -oder möchte ich das nur sehen? - so gern würde ich aus diesem mittlerweile sehr grossen Loch klettern, möchte aufstehen und ihm sagen "Alles ist gut!" .. aber es geht nicht, bin wie gelähmt mein Körper gehorcht mir nicht mehr.
In mir tobt ein Krieg, ein innerer Konflikt auf Leben und Tod ... der Balkon sieht so einladend aus!

Ich will das nicht. Ich will mich freuen können, will glücklich sein, will motiviert sein, will Liebe geben, will Ich selbst sein. 
'Das hier bin ich nicht!'
Ich möchte kein Opfer mehr sein ... bitte lass mich los ...

"Lass Du los", ertönt eine leise Stimme in meinem Kopf! 

"Ich? ... kann ich das?" 

"Du kannst!"

Ich lasse los. Ich lebe. Der Sturm ist vorbei ... die Wolken lösen sich langsam auf ... Ich lasse los!

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