Die Komfortzone, die nicht so komfortabel ist! ...

January 3, 2017

 

 

...
Wenn wir zur Welt kommen haben wir nur ein Unterbewusstsein, es ist offen und nimmt alles ungefiltert auf, womit es im Alltag konfrontiert wird. Dabei ist es egal, ob diese Eindrücke positiv oder negativ sind. Alles wird aufgesogen wie von einem Schwamm und abgespeichert. 
So nehmen wir unsere Überzeugungen auf, unsere Lebensstil, unsere kulturellen Werte und lernen was als richtig oder falsch empfunden wird. 

Ja selbst, wenn wir Gewalt erfahren könnten wir nicht die "Falschheit" darin erkennen, viel eher würden wir nach Erklärungen suchen, um die Gewalt zu "erlauben", sie zu rechtfertigen - denn wie schmerzhaft wäre es für die kleine Kinderseele sich bewusst zu machen, dass ihre geliebte Person (z.B. die Mutter/ der Vater) ihr weh tut. 
Und so speichern wir zunächst alles als "Richtig" und für uns stimmig ab! 
Erst im Schulalter ist unser Bewusstsein (Verstand) ausgereift und dient uns nun als Filter! 

Wenn wir in unsrer frühen Kindheit zum Beispiel oft den Satz gehört haben...:

"Das hättest du besser machen können!"
- ...ist es oft so, dass wir davon überzeugt sind Nicht gut genug zu sein, und können daher Komplimente nicht leicht oder gar nicht annehmen. 

"Ohne Fleiss kein Preis!"
-...ist es so, dass wir Geschenke oder Hilfe aus keinem ersichtlichen Grund oder aus einer Gegenleistung heraus  nicht annehmen können, denn wir tragen den Glaubenssatz in uns, das wir immer etwas tun müssen um etwas zu erhalten.

 

"Kinder in Afrika würden sich freuen, wenn sie was zu essen hätten!" 

-... ist es so, dass man sein eigenes Sättigungsgefühl unterdrückt, da man den Glaubenssatz in sich trägt undankbar und verschwenderisch zu sein, wenn man Reste auf den Teller lässt! 

 

Dies sind nur drei kleine Beispiele: 
Wenn wir zum Beispiel nochmal das Thema mit der Gewalt nehmen. 
Ein Kind, das von frühester Kindheit an nur Gewalt erfahren hat und nicht nur innerhalb der Familie sondern auch im Verwandtenkreis und Umfeld, wird dies für "Richtig" bzw, für "wahr" empfinden, ganz einfach aus einem Schutzmechanismus heraus. Es muss dies so für sich annehmen, damit es wahrlich überleben kann, damit die kleine Seele nicht zerbricht! 

Unser Verstand wirkt nun wie ein Filter! 
Alle Gedanken, Impulse, Eindrücke, Emotionen, die wir empfangen und mit unseren Programierungen, unseren Glaubenssätzen , unseren Überzeugungen , unseren fundamentalen Gedanken in Resonanz sind, lässt der Verstand ungefiltert in unser Unterbewusstsein sinken und nimmt diese ohne Gegenwehr auf, denn mit diesen Gedanken fühlt er sich wohl, sich sicher! 
Erlebt dieses von Gewalt geprägte Kind nun etwas Liebe und Fürsorge oder sieht dies gar zum Beispiel innerhalb der Familie eines Klassenkameraden, dann wird der Verstand sich dagegen wehren und versuchen diese Gedanken, Impulse, Eindrücke, Emotionen, die wir in diesen Momenten erfahren aus zu filtern.

Und warum? Weil wir in uns eine Komfortzone haben

-jeder seine ganz individuelle von unsrem Umfeld geprägte, uns jedoch einschränkende Komfortzone. 
Denn alles was sich darin befindet hat unser Überleben, die Akzeptanz unserer Mitmenschen für unser Sein gesichert. 
Jeglicher Gedanke etc. der nicht zu den Gedanken etc. innerhalb dieser Komfortzone passt löst zunächst in uns Angst aus! 

So kommt es, das wir anfangen uns diese "neuen" Gedanken auszureden. 

Selbst: "Ich möchte den Führerschein machen"
Komfortzone:" Aber, wenn ich es mir so überlege, ich bin die ganzen Jahre ohne Führerschein klar gekommen, eigentlich brauch ich ihn nicht!"

Selbst: "Wie schön es wäre zuversichtlich durchs Leben zu schreiten!"
Komfortzone: " Lieber stelle ich mich auf das Schlimmste ein, als davon überrascht zu sein und blind auf die Nase zu fallen!"

 

Selbst:" Wie schön es wäre Liebe zu erfahren!"
Komfortzone: " Diese harmonische Familie zu sehen widert mich an, diese Kinder sind später mal total verzogen, wenigstens kenn ich die harte Realität des Lebens!"

 

....

 

Ja, wir errichten  eine Angst-Grenze zwischen unserem Herzen und unserem Verstand! 

Doch Joseph Campell hat es wunderbar formuliert

"Die Höhle, vor der du dich fürchtest, sie zu betreten 

beinhaltet den Schatz, nachdem du strebst!" 

 

Und es ist wahrlich so, dass wir mit jedem Schritt aus dieser Komfortzone, mit jedem Schatten den wir überspringen wachsen und unser wahres Potential sich mehr und mehr entfaltet! 

Und umso öfter wir neue Gedanken zulassen, desto mehr finden wir zu unserem wahren Selbst und alles was wir erreichen möchten, unser Seelenplan legt sich plötzlich vor uns nieder und wir müssen nur noch ...

 

 

.... zugreifen! 
 

Please reload