Und wenn wir unseren Körper bemerken, wie hören wir dann die Seele?

August 15, 2017

 

Ich bin fest davon überzeugt, dass unsere Erkrankungen stets eine seelische Ursache haben, dabei spielt es keine Rolle ob wir erkranken, weil wir unserem Seelenplan nicht folgen oder ob unser Körper erkrankt, damit dieser vergehen kann und wir Seelen zurück "nach Hause" kehren um dort uns erneut auf unseren Weg zu machen! 
In beiden Fällen ist es eine Botschaft der Seele! 

Nun gibt es gewiss viele Faktoren, die dazu beitragen, dass wir erkranken, welche wir durch unsere Körper verursachen. 
Wenn wir z.B. nun ständig zum Alkohol greifen, könnte man meinen, dass wir unserem Körper damit geschadet haben und wir müssten nur mit dem Trinken aufhören, damit es diesem wieder gut geht. 
Jedoch auch hier ist es doch der Seele Schmerz, welcher uns zu solch selbstdestruktiven Verhaltensmustern bewegt!
Dieses Verhalten abzulegen wird durchaus schwer sein, denn nicht nur sind wir dieses gewohnt, nein auch unsre Seele hält daran fest, denn auch wenn wir das Trinken aus einem objektiven Blickwinkel als schädlich betrachten, so ist es doch der Seele Schutz! 
Es ist eine Art der Betäubung um einen noch grösseren Schmerz nicht fühlen zu müssen und dies gilt nicht nur für das Trinken, sondern für sämtliche Schutzmechanismen! 

 

Und dann wiederum gibt es (schädliche) Verhaltensmuster, welche wir nicht durch das Ignorieren unserer Seele oder Traumata uns angeeignet haben, sondern die uns einfach anerzogen wurden. 
Wir übernehmen diese Verhaltensmuster nicht, weil sie für uns seelisch von Nutzen sind, sondern einfach weil wir sie so gelernt haben.

Somit sind solch Verhaltensmuster/ Gewohnheiten auch leicht loszulassen, sobald wir etwas für uns gefunden haben, dass stimmiger ist und uns mehr überzeugt! 

Wie ihr mittlerweile mitbekommen habt, habe ich für mich den Weg der intuitiven Ernährung gefunden! 
Ich beschäftige mich nun seit etwas über einem Jahr damit wieder zum natürlichem Essverhalten zurückzukehren und ich bin absolut überzeugt davon, dass dies der richtige Weg ist! 
Es fühlt sich einfach so richtig an ... so befreiend! 
Jedoch, wenn es doch so richtig ist und ich so überzeugt bin, wieso schaffe ich es nicht, den Schalter umzulegen, mein altes Essverhalten dauerhaft abzulegen?

Schon länger bin ich auf der Suche nach der Antwort und obwohl sie bereits eine lange Zeit greifbar ist, ist sie mir erst gestern bewusst geworden und diese Erkenntnis möchte ich heute mit euch teilen! 

 

Als ich mir diese Frage gestern durch den Kopf gehen lies, kam mir folgender Gedanke:

"Bei uns zu Hause gab es damals immer Saucenpulver und ich habe es absolut geliebt, denn ich war dies gewohnt. Auch als ich dann von zu Hause ausgezogen bin habe ich weiterhin Pülverchen benutzt - besonders das Bolognese Pülverchen mochte ich sehr - sogar mehr als frisch gemachte Bolognese - ich war den Geschmack so gewohnt, das mir die Frische nicht mal schmeckte! Und dann von einem Tag auf den Anderen, hab ich diese Pülverchen nicht mehr angefasst, weil ich am Tag zuvor die Überzeugung gewann, dass diese eigentlich ungesund sind etc.
Was war geschehen?

Ich war absolut überzeugt und konnte so mein altes Verhaltensmuster loslassen! Nicht nur das! Selbst mein Körper reagierte sofort, so konnte ich diese Pulver nicht einmal mehr zu mir nehmen, weil sie plötzlich sehr schlecht geschmeckt haben!
Aber, wenn dies an meiner Überzeugung lag, warum konnte ich damals mein Verhalten ablegen und jetzt nicht, ich bin doch genau so überzeugt?
Hier muss noch ein anderer Faktor eine Rolle spielen!" 

 

und mit diesem Gedankengang grub ich weiter! Und mir fiel folgendes Zitat ein! 

 

 ""Geh du vor!", sagt die Seele zum Körper, "auf mich hört der Mensch nicht, vielleicht hört er auf dich."

"Ich werde krank werden, dann hat er Zeit auf dich zu hören!", erwidert der Körper der Seele"

- Der Verfasser ist mir unbekannt

Dieses Zitat ist für mich sehr wichtig und es regt zum Nachdenken an. Dessen Worte sind für mich voller Wahrheit und allein daher schon nicht ignorierbar! 


Ziel meiner Ernährungsumstellung ist in erster Linie mein Wohlbefinden, doch auch möchte ich dadurch zu einem Körper gelangen, indem ich mich wieder wohlfühlen kann, denn Übergewicht ist im Leben in erster Linie einschränkend! 
Doch was ist es, was die Seele mir mit diesem Körper sagen möchte? Welchen Nutzen sieht mein Körper in mein Übergewicht? Wann war das erste Mal, das mich mein Gewicht belastet hat, ich unglücklich in meinem Körper war? Ist es ein Schutz? 

Und weil unseren Gedanken stets gelauscht wird, so bekam ich im gleichen Moment, in dem ich mir diese Fragen stellte auch die Antwort darauf! 
Sie kam mir in ein Bild, einer Erinnerung, die vor 12 Jahren geschah! 

Vor 14 Jahren wog ich bei einer Grösse von 1,70m noch leichte 55kg. 
Es war auch die Zeit, in der ich meinen ersten Freund hatte und ich wollte auf keinen Fall das typische Bild von einer Freundin abgeben, welches sich nur von Salat im Restaurant ernährt! 
Zudem war dies an sich eine für mich rebellierende Phase, in der ich keine Regeln beachten wollte - ich wollte einfach frei sein - selbst zu bestimmen!
Also machte ich mir keine Gedanken und tat einfach was mir gefiel. 
Natürlich verlor ich durch dieses Handeln auch ein wenig das Gespür zum eigenen Körper, aber obwohl ich über die nächsten 2 Jahre 20kg zugenommen hatte, fühlte ich mich wohl in meinem Körper! Ich hatte in keinem Moment das Gefühl, mich verstecken zu müssen und bei meiner Grösse war das zusätzliche Gewicht eigentlich immer noch im "Normalbereich" 

Und dann geschah etwas, das mit einen riesen Dämpfer gab! 

Plötzlich wurde ich auf mein Zunehmen angesprochen! Beifällige Kommentare der Mitschüler, welche wie Seitenhiebe wirkten und  nach gut 2,5 Jahren der Beziehung mit meinem damaligen Freund, versuchte dieser mir fremd zu gehen! Das ging jedoch schief und so erfuhr ich letztendlich davon, als er es mir beichtete!
Den Moment werde ich nie vergessen, denn er zog mir den Boden unter meinen Füssen weg und unbewusst gab ich mir die Schuld dafür!
"Wärest du schlank geblieben, hätte er keinen Grund gehabt woanders zu schauen! Ich werde nur wahrhaftig gesehen und geliebt, wenn auch mein Körper anschaulich ist!" 

Und dann fiel jeder Versuch abzunehmen unscheinbar schwer und wenn es dann mal funktionierte, so war das Gewicht schneller wieder drauf, als es unten war! 
Und ich weiss, dass mich bei jedem verlorenen Kilo die Angst begleitete! 
Unbewusst hielt ich an meinem Übergewicht fest!

Aber warum? 

"Wenn ich nun schlank werde und mich mein damaliger (mitlerweile) Ehemann plötzlich besser behandelt, mich plötzlich sieht ... bestätigt es mir meine Schuld an seinem Verhalten! Dann zähle ich nicht als Mensch, sondern nur als ein Objekt! Dann sind meine inneren Werte egal, denn nur meine Erscheinung ist wichtig!...
... Aber das wäre für mich nicht tragbar!"


Also halte ich an meinem Gewicht fest, denn es schützt mich vor dieser Erkenntnis, welche ich nicht erkennen mag, denn sie wiegt so viel mehr als jedes überflüssige Kilogramm - sie bin ich nicht zu tragen bereit! 
 

Und obwohl meine damalige Beziehung nun seit 7 Jahren vorbei ist und ich mittlerweile glücklich mit meinem Traum(ehe)mann verheiratet bin, kommt mir die Angst hoch, wenn ich daran denke schlank zu sein! 
Mein Schatz behandelt mich genau so, wie ich es mir vorstelle, er steht immer hinter mir und liebt mich so wie ich bin. Er hat mich auch mit meinen Extrakillos lieben gelernt, denn er sieht mich und nicht meinen Körper - und dennoch erwische ich mich dabei, wie ich mich frage:

"Und wenn ich nun schlank werde? Was ist, wenn er mich plötzlich noch besser behandelt? Was ist, wenn sich meine Angst bestätigt?"

Diese Gedanken laufen mehr im Hintergrund ab und waren für mich bis jetzt noch nicht greifbar, doch nun kann ich meine Seele hören und ich werde diese Angst in Liebe annehmen!
Sie ist nicht da um mir zu schaden, es ist ein ständiger Versuch mich zu schützen, mir den Boden unter den Füssen zu sichern! Und dafür bin ich dankbar und auch in Dankbarkeit kann ich diese Angst loslassen!
Nicht heute, nicht sofort aber zur gegebenen Zeit! Schritt für Schritt finde ich den Weg ins Vertrauen zurück! 

Welche Verhaltensmuster/Gewohnheiten sind es, die euch schwer fallen, sie loszulassen? 
Welche sind es, bei denen ihr euch wehren würdet, bei denen ihr es mit der Angst bekommt, wenn ihr sie loslassen müsstet? 
Antworten hören wir, wenn wir die richtigen Fragen stellen und bereit sind zu zuhören! 
Lasst uns unsre Seele nicht ignorieren - habt ein offenes Ohr für sie, denn nur sie kennt den weg zum inneren Frieden! 







 

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