Wege zur Selbstliebe

September 9, 2017

 

"Wer immer tut was er schon kann, bleibt immer das was er schon ist!",

so heisst es in einem Zitat von Henry Ford. Und damit hat er absolut recht, denn eine Veränderung beginnt immer in uns selbst!

Und für mich ist Selbstliebe der erste und wichtigste Schritt, der zu einer positiven Veränderung im Leben gehört.

Wie wir unsere Selbstliebe fördern können, und das dies nicht bedeutet, dass wir egoistisch sind, möchte ich heute beschreiben. 

Liebe ich mich? Na klar! Ich bin schliesslich der wichtigste Mensch in meinem Leben! 


Doch so konnte ich nicht immer denken.

Bis zu meinem 28. Lebensjahr dachte ich noch ganz unterschiedlich. Schon seit meiner Kindheit war ich davon überzeugt, dass man mich nicht lieben könnte, dass ich es nicht wert wäre und so konnte ich auch mir selbst keine Liebe entgegenbringen. Ich war davon überzeugt, dass die Welt besser dran ist, wenn es mich darin nicht gibt. So kam es, dass ich mit 10 Jahren an Selbstmord dachte und dieser Gedanke begleitete mich bis ich 27 Jahre alt war. Ich hielt mich an diesem Gedanken fest, denn er war wie eine Art Notausgang für mich. 
"Ich mache weiter und im Notfall gibt es ja den Notausgang!" - dies war meine Art zu Überleben - mich selbst zu ertragen! 

Natürlich habe ich mir dadurch nur selbst geschadet und die Liebe in meinem Leben verwehrt. So liess ich nie jemanden auf einer tiefen emotionalen Ebene mir gegenüber zu und letztendlich verlief alles in eine tiefe Depression. 
Doch heute bin ich dankbar dafür! Denn erst die Erfahrung am Tiefpunkt zeigte mir, wer ich wirklich bin und machte mich stark - lies mich wachsen! 

Warum erzähl ich euch das? 
Weil ich weiss, dass ich in dieser Situation nicht alleine war. Es gibt zu viele da draussen, die genau so denken und die die Hoffnung an das Licht am Ende des Tunnels verloren haben. Zu viele sind ihr eigenes Gefängnis zu sehr gewohnt, haben Zweifel daran, dass sie es aus dieser Dunkelheit herausschaffen. 
Ich möchte nicht als die super positiv eingestellte Person, der alles leicht fällt etc. daherkommen. Nein! Ich habe Ecken und Kanten, ich habe Schwächen und wirklich niederschmetternde Phasen, ich zweifle an meinem Leben und an mir Selbst, ich kann fluchen und aus der Haut fahren, ich kann deprimiert sein und manchmal hab ich wirklich das Verlangen, das Handtuch zu werfen. 
Ich bin so wie ich bin, mit allen Höhen und Tiefen, doch ich trage die Verantwortung dafür und lasse mich von den Phasen meines Lebens nicht mehr kontrollieren. Ja, es ist schwer und der Weg dorthin ist steinig. Am Anfang glaubt man selber nicht daran, dass man sich jemals Zelt lieben wird, doch mit Geduld kommt man ans Ziel!
Und das könnt ihr auch! 

Also wie komme ich zu mehr Selbstliebe? 

Für mich ist der erste und wichtigste Schritt, sich seine positiven Ressourcen bewusst zu machen und diese zu stärken. Dies können wir tun, indem wir z.B. eine Liste von Eigenschaften (kann man im Internet finden) heraussucht und dann alle positiven Eigenschaften rausschreibt, die zu einem selbst passen. Hierbei ist es wichtig, dies schriftlich -mit Papier und Stift- zu tun, damit es noch greifbarer und somit bewusster für uns ist. 
Ihr werdet überrascht sein, wie viele Eigenschaften zusammenkommen. 
Diese Liste kann man sich beliebig oft immer wieder durchlesen. Am besten schreibt man zu jeder Eigenschaft "Ich bin (z.B. hilfsbereit)!" um den Fokus noch mehr auf sich selbstt zu lenken! 

 

Zudem hilft auch ein "Gute-Leistung-Tagebuch"! So wie auch beim Dankbarkeitstagebuch, schreibt ihr nun täglich hinein, was ihr heute Gutes getan habt. Dabei ist es egal, ob ihr etwas für euch selbst oder für eure Mitmenschen/Umwelt getan habt. Dies hilft euch bewusst zu machen, das ihr zu einer positiveren Welt beiträgt! 

 

Wenn ihr euch am Morgen/Abend im Bad fertig macht, dann stellt euch vor dem Spiegel und sagt euch selbst, dass ich euch liebt. Wem das unangenehm ist, der kann dies auch in Gedanken tun und macht euch auch die Regionen an eurem Körper bewusst, die euch besonders gefallen! 
Fokussiert euch auf eure innere und äussere Schönheit. 

Gönnt euch was und nehmt euch Zeit, für euch selbst! 
Das mag für viele nicht so leicht umsetzbar sein, weil sie eventuell finanziell und/oder auch zeitlich eingeschränkt sind. Aber hier muss es nicht zwingend etwas sehr grosses sein, das man sich gönnt oder besonders viel Zeit, die man sich nimmt. 
Es reichen schon ein paar Minuten für den Anfang, in denen man sich bewusst macht, was man an sich mag oder vielleicht gönnt man sich die Tasse Kaffee nach dem Feierabend, bevor man nach Hause kommt. 
Mit der Zeit werdet ihr immer ausgeglichener und stärkt so eure Leistungsfähigkeit, mit der ihr zu einem noch positiveren Leben beitragen könnt. Und ganz automatisch ändert sich eure Priorität und ihr findet Wege, mehr für euch selbst da zu sein! 

 

Schreibt eine Grabrede! 
Wie möchtet ihr von euren Liebsten erinnert werden? Was soll man über euch sagen? 
Sollte darin stehen, wie reich ihr gewesen seid? Welchen materiellen Besitz ihr hattet? 
Oder soll darin stehen, wer ihr gewesen seid, wie man euch erlebt hat? 
Stellt euch vor, ihr könntet zuhören ... was möchtet ihr über euch hören? 
Möchtet ihr gesehen werden, für wer ihr wirklich seid? 

 

Seid ehrlich zu euch selbst! Seit ihr denn wirklich so wertlos und unfähig geliebt zu werden?
Wenn ihr die oben genanten Punkte umsetzt, worauf könnt ihr am Ende schliessen? 
Darauf, dass ihr eigentlich gute Menschen seid! Und gibt es einen Grund, einen guten Menschen nicht zu lieben? Stellt euch vor, wie ihr zur Welt gekommen seit - schaut euch Babybilder von euch selbst an -ist es dieses Baby  nicht wert, geliebt zu werden? 

Doch, das ist es ... ihr seit mit dem recht geliebt zu werden auf diese Welt gekommen! Ihr selbst seid die Liebe, die ihr verdient zu empfangen. 
Ihr seid die wichtigsten Menschen in euren Leben! 

 


 

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