Auch mal "Nein" sagen können!

 

 

Unsere innere Stimme zeigt uns nicht nur, welchen Weg wir gehen sollten, sie warnt uns auch vor den Dingen, die wir lieber bleiben lassen sollten!

Doch wie wissen wir nun, ob es die eigene Komfortzone ist, die uns von einer Tätigkeit abhalten möchte, oder ob es ein Warnsignal der inneren Stimme ist? 

 

Nun, ein Unterschied ist z.B., dass wir uns bei der Komfortzone sämtliche Gründe einfallen lassen, warum wir etwas nicht tun sollten. Bei der inneren Stimme jedoch bekommen wir meist ein ungutes, beklemmendes Gefühl, dessen Hintergrund uns nicht wirklich bekannt ist, wir jedoch wissen, dass es an unserer geplanten Tätigkeit liegt und wir uns besser fühlen würden, wenn wir diese sein lassen würden! 

 

Kurz gesagt. Bei der Komfortzone stehen vor allem die negativen Gedanken im Vordergrund, die innere Stimme jedoch äussert sich mehr in einem negativem Gefühl. 

Ein anderer Weg um herauszufinden, ob es die Komfortzone oder die Intuition ist, ist folgender:

Versucht euch die kommende Situation aus einer objektiven Sichtweise vorzustellen. 
Ist diese Situation generell eine Situation, die man als negativ betrachten bzw. beurteilen würde oder wird sie erst durch eure individuelle Beurteilung zu einer negativen Situation. 
Gibt es wirklich einen nennenswerten Grund, warum ihr eure geplante Tätigkeit aufgeben solltet? 
Ist eine wahrscheinliche Veränderung in eurem Leben wirklich schädlich für euch? 
Wenn ihr euch diese Fragen stellt und ihr bekommt ein Gefühl der Bestätigung, dann solltet ihr es auch sein lassen, jedoch, wenn ihr die "Selbstlüge" darin erkennt, dann nehmt euren Mut zusammen und schreitet aus eurer Komfortzone heraus! 
Wieder ist hier das Gefühl entscheidest. 
Wenn es wirklich eine Warnung euer Intuition ist, dann wird das negative Gefühl, welches euch überkommt nicht vergehen. 

Dazu kann ich euch ein Ereignis erzählen, welches mir vor ein paar Jahren geschehen ist. 

Meine Tochter war gerade eingeschult worden, als ich sie auf dem Schulweg begleitete. Dieses Mal entschloss ich, mich bereits etwas früher von ihr zu verabschieden. 
Als wir drei-viertel des Weges gelaufen sind, blieb ich stehen und liess sie alleine weitergehen. 
Als sie gerade um die Ecke bog, bekam mich ein ungutes Gefühl. Ich konnte es mir nicht erklären, denn objektiv betrachtet gab es keinen Grund zur Sorge. Meine Tochter war umrungen von anderen Schülern, die auch zur Schule liefen. 
Doch das Gefühl lies mich nicht los. 
Also bin ich hinterher um von weiten zu schauen, ob sie gut ankommt, jedoch war dies nicht der Fall. 
Sie stand vor einer Abzweigung und war sich nicht sicher, welchen Weg zu gehen, so stand sie da mit Tränen in den Augen völlig verloren und war heilfroh, als sie mich sah und ich ihr zu Hilfe kam. 

Ein weiteres Beispiel ist folgendes:

Meine Schwester war unterwegs mit dem Bus. Die Strecke fährt sie regelmässig und alles war wie gewohnt, doch plötzlich überkam sie ein ungutes Gefühl. Sie konnte sich nicht erklären warum, jedoch verspürte sie den Drang aus dem Bus zu steigen. 
Da dieses Gefühl sie nicht los liess, betätigte sie das Stop-Signal und stieg bei nächster Gelegenheit aus. Kaum war sie draussen und der Bus ca. 10m weiter gefahren, fing dieser plötzlich Feuer. 
Objektiv betrachtet, gab es hier wirklich keinen Grund auszusteigen, da es auch keine äusseren Warnsignale gab. Doch das Gefühl war dennoch da und wurde zum Glück nicht ignoriert. 

Wie ihr seht. Die Intuition warnt uns, indem sie uns fühlen lässt. 
Wenn wir in solch einer Situation kommen, ist uns meist nicht bewusst woher das Gefühl kommt, jedoch verspüren wir einen Drang etwas sein zu lassen oder zu handeln. 
Wenn eine Situation objektiv betrachtet harmlos erscheint, ihr dabei dennoch ein euch nicht loslassendes, ungutes Gefühl bekommt, dann ist es immer besser diesem Gefühl zu vertrauen. 
Vielleicht ist es mal ein Fehlalarm, aber lieber das, als dass ihr eure Intuition ignoriert und es später bereut! 



 

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