Das Wünschen einfach erklärt (Teil 4)

November 1, 2017

 

Eine Affirmation ist eine Wunschformulierung. Diese ist in der Regel positiv und zielführend formuliert. Eine Affirmation wenden wir an uns selbst an, indem wir sie immer wieder sprechen/denken. Von der Wirksamkeit macht es keinen Unterschied ob wir diesen nun denken oder aussprechen, denn unser Unterbewusstsein hört sowohl unseren Gedanken als auch unseren ausgesprochenen Sätzen zu. Beim Affirmieren  gibt es bestimmte Punkte, die man beachten 'sollte', um einen optimalen Effekt der Affirmation (Suggestion) zu erfahren. Diese Punkte möchte ich in diesem Kapitel aufzählen und erläutern. 

 

1. Wie bereits in Kapitel Zwei erwähnt, ist es absolut wichtig, den Wunsch im Ist-Zustand, also so als wäre er bereits erfüllt, zu formulieren, dies gilt auch für eine Affirmation. 

2. Auch das positive Formulieren ist wichtig, damit wir unseren Fokus auf unser Ziel lenken.

3. Um die Affirmation auf uns selbst zu beziehen, ist es von Vorteil wenn man diese immer mit “Ich„ beginnt, so liegt der Fokus auf uns selbst und wir richten somit auch die Energie auf uns selbst bzw. verstärken diese.

4. Um den Ist-Zustand zu verstärken, sind Worte wie: "bin, habe, kann"  sehr nützlich. 

5. Auch die eigenen Gefühle zu beschreiben, verstärkt unsere Affirmation. Wir empfinden dabei, die Gefühlslage, welche wir haben, wenn unser Wunsch erfüllt ist und erleben die Erfüllung unseres Wunsches noch intensiver.

6. Die Gefühlsebene können wir durch Wörter intensivieren, indem wir zum Beispiel anstatt „glücklich“, „so glücklich“ schreiben, denn das Wort „so“ verstärkt noch mal das Glücklich sein, da dieses Wort den Fokus auf das Gefühl lenkt.

Auch Worte wie: „sehr, hoch(erfreut), mega, extrem, unglaublich, unbeschreiblich...“ Verstärken den Fokus auf Unsere Gefühlslage.

7. Wer sich dabei noch für die Wunscherfüllung bedankt, entfacht einen enormen Booster. "Danke" zu schreiben, ist wie eine Bestätigung, dass sich der Wunsch bereits erfüllt hat, denn wir können nur für etwas dankbar sein, das wir bereits haben. 

8. Nachdem man seinen eigenen Gefühlszustand beschrieben hat, ist es auch wichtig zu beschreiben, warum man sich denn so fühlt. Nun kommen wir zum eigentlichen Wunsch, welchen wir im Ist-Zustand beschreiben. Dadurch stellen wir ihn uns automatisch vor und verstärken unseren Fokus darauf, damit dieser sich manifestieren kann.

9. Eine Affirmation sollte zudem stimmig sein. Wenn wir nun unseren Wunsch schreiben, ist es hilfreich, wenn wir dies so tun, wie er sich für uns am besten anfühlt. Das heisst, dass wir bestimmte Details, die uns wichtig sind mit in die Affirmation hineinfliessen lassen.
10. Eine aufrechte Körperhaltung  ist beim Sprechen der Affirmation von Vorteil, denn diese kann in uns ein zuversichtliches Gefühl auslösen. So haben wir eine eher schlaffe, gebeugte und zurückhaltende Körperhaltung, wenn wir uns schlecht fühlen und eine eher aufrechte, selbstbewusste und überzeugte Körperhaltung, wenn wir uns gut fühlen.

 

Nun könnte eine Affirmation zum Beispiel so lauten:

„Ich bin so glücklich und dankbar, weil ich geistig und körperlich vollkommen gesund bin!“

 

"Ich (Fokus auf Selbst) bin (Ist-Zustand) so (Gefühl verstärken) glücklich (Gefühl beschreiben) und dankbar (Erfüllung bestätigen), weil (Gefühle begründen) ich (Fokus auf Selbst) geistig und körperlich vollkommen (Details) gesund bin (Wunsch/ Ist-Zustand)."

 

Selbsttest

Um die Wirkung dieser Punkte zu überprüfen kannst Du  nun zwei Affirmationen, eine ungünstig und eine positiv formulierte, aufsagen und in dich hinein fühlen, welche sich besser anfühlt bzw. stimmiger ist. 

Nimm einen tiefen Atemzug und sage Dir:
"Ich wünsche mir wieder gesund zu sein!" 

Wie hat sich das angefühlt? Wie war deine Körperhaltung? 

Nun nimm wieder einen tiefen Atemzug und sage Dir:
"Ich bin so glücklich und dankbar, weil ich geistig und körperlich vollkommen gesund bin!" 

Und wie hat sich das angefühlt? Wie war deine Körperhaltung? 

Du kannst Dir auch selber Affirmationen ausdenken, und sie miteinander vergleichen!
Wichtig ist immer, dass eine Affirmation für dich stimmig ist, dass sie sich gut anfühlt! 

Diese Affirmation kannst Du nun beliebig anwenden. 
Du kannst sie Dir so oft Du magst aufsagen, hier gibt es kein "zu viel". Man kann Affirmationen auch in bestimmten Situationen wie ein Mantra aufsagen. Wenn man z.B. ein hochkommenden Zweifel an der Wunscherfüllung verspürt, dann kann man diesen mit der positiven Affirmation neutralisieren! 

Please reload