Das Wünschen einfach erklärt (Teil 6)

November 27, 2017

 

 

Da unser Gehirn in Bildern denkt, ist es auch eine grosse Unterstützung wenn wir uns die Erfüllung unserer Wünsche bildlich vorstellen.

Das heisst, wir malen uns bereits in Gedanken aus, wie wir uns an die Erfüllung unserer Wünsche erfreuen und wie glücklich wir damit sind. 
Wir können dies so intensiv tun, wie nur möglich. Unserer Phantasie ist dabei keine Grenze gesetzt ... wir dürfen wieder in die kindliche Naivität eindringen und uns in unseren (Tag)Träumen verlieren. 

Wisst Ihr noch, wie es war? Als ihr Kinder wart und durch Träumerein in die Zukunft geblickt habt? Wisst ihr noch, wie ihr euch in eurem zukünftigen Beruf gesehen habt, welche Abenteuer ihr gedanklich beschritten habt und wie eure zukünftige Hochzeit ausgeschaut hat? 
Wir konnten uns so richtig in unserer Phantasie verlieren ohne Angst zu haben, dafür verurteilt zu werden oder die Sorge dabei zu tragen, dass sich diese Träume nicht erfüllen.

Wir haben sie einfach im Hier und Jetzt genossen ... unsere kleinen Auszeiten der Realität! 

Genau zu dieser Einstellung dürfen wir zurückkehren und da uns die Kraft der Gedanken bewusst ist, können wir diese nun zu unseren Gunsten gezielt anwenden und somit die Wunschenergie stärken! 

Wie visualisieren wir? 

An sich ist das Visualisieren sehr einfach, da wir in der Regel automatisch die passenden Bilder zu unseren Gedanken erhalten. Jedoch, dies bewusst zu tun und sich auf ein bestimmtes Bild zu konzentrieren und dabei den Fokus zu halten, kann auch schwer fallen. Vor allem, wenn man es zu versteift angeht. Dieses Phänomen kennt man auch bei der Meditation, wenn dessen Umsetzung falsch interpretiert wird.

So gehen manche Menschen davon aus, dass man beim Meditieren nicht "Denken" darf, aber dies ist ein Ding der Unmöglichkeit, ein Trugschluss!  

Viel mehr geht es darum, die kommenden Gedanken nicht zu bewerten sondern ihnen einfach ihren Lauf lassen. Man lässt sie kommen und wieder gehen und bleibt dabei bei sich, in der eigenen Mitte! 
So ist es auch bei der Visualisierung. 
Wenn wir uns nun die Erfüllung unserer Wünsche vorstellen bzw. davon tagträumen, dann geschieht es, dass ungewollte Bilder sich einschleichen. 
Wir werden dann versuchen, diese Bilder zu blockieren, da wir sie als störend empfinden, jedoch können wir diese nur so empfinden, wenn wir sie als "schlecht" bewerten. 
Da wir zu all unseren Gedanken ein passendes Bild im Kopf haben und unser Denken nicht abschalten können, werde wir in der Regel auch unkontrollierte Bilder erhalten und diese können wir natürlich auch nicht abschalten! 
Jedoch können wir sie für uns nutzen, indem wir improvisieren. 

Beispeil: 
Stell Dir vor Du bist stark übergewichtig und möchtest deine Traumfigur erhalten. Nun visualisierst Du Dir deinen Traumkörper. Du stellt Dir vor, wie Du deine liebsten Kleider tragen kannst und leichtfüssig am Strand entlang läufst. Plötzlich klappt es nicht mit der Visualisierung deiner Traumfigur und Du siehst Dich plötzlich ganz fett. 
Nun möchtest Du am liebsten, das Bild austreiben, jedoch kannst Du es auch in eine positive Situation umwandeln. 
In dem Moment, in dem Du dein übergewichtiges Ich sieht, kannst Du es in ein altes Foto von dir umwandeln, das dein schlankes Ich anschaut um sich bewusst zu machen, wie weit Du es gebracht hast! 
Der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt. Du könntest dein übergewichtiges Ich auch zu einer Gummipuppe werden lassen, dessen Stöpsel Du ziehst damit sie davon fliegt! 

Somit wehrst Du dich nicht gegen dieses Bild, sondern nutzt es um Dir die Erfüllung deiner Wünsche noch bewusster/sichtbarer  zu machen! 

 

Manche Menschen jedoch haben grössere Schwierigkeiten mir der Visualisierung und es fällt ihnen sehr schwer sich auf ein gewünschtes Bild zu konzentrieren bzw. dieses überhaupt zu sehen. 
Dafür möchte ich euch ein paar Hilfestellungen geben. 

Die Vorstellung greifbarer machen: 

Ein Weg um die Visualisierung zu fördern ist das Aufschreiben der Erfüllung unserer Wünsche!
Schreibe Dir dein eigenes Drehbuch! Schreibe es so detailliert und voller Emotionen, wie nur möglich.

Dein Gehirn wandelt die Worte automatisch in Bilder um - auch wenn Du diese nicht bewusst wahrnimmst. So sendest Du dennoch die passenden Bilder an dein Gehirn und indem Du Dir dein Drehbuch regelmässig durchliest, erkennt dein Bewusstsein dieses als "wichtig" an und lässt es in dein Unterbewusstsein zur Programmierung sickern! 
Natürlich kannst Du Dir auch nach jedem Abschnitt deiner Texte kurz die Augen schliessen und versuchen die zuvor beschriebene Situation Dir bildlich vorzustellen. 
Mach es nur so gut, Du kannst und lasse die Vorstellung los, wenn Du merkst, dass sie sich nicht mehr stimmig anfühlt! 

Sich die Bilder vor Augen halten: 

Bestimmt haben viele von euch mal etwas von einer Wunschcollage gehört. Hierbei handelt es sich um eine Collage, die man sich selbst beliebig zusammenstellt. Darauf basteln, kleben, malen wir Bilder/Fotos, die die Erfüllung unserer Wünsche repräsentieren. 
Möchtest Du zum Beispiel eine grosse Summe Geld erhalten, könntest Du Dir einen ausgefüllten Check von einer beliebigen Quelle (z.B. das Universum) selbst ausstellen. 
Wenn Du dein Traumauto haben möchtest, kannst Du Dir davon ein Bild ausdrucken. 
Ein Bild von der Traumfigur, dem Traumhaus. Die Dinge, die Du mit Gesundheit verbindest. Symbole, die Du mit etwas assoziiert, wie z.B. das Herz für die Liebe oder die Taube für den Frieden. 
Wichtig ist, dass Du deine Bilder mit deinen Wünschen assoziierst und diese sich stimmig für dich anfühlen. 
Nun hängst Du deine individuelle Wunschcollage an einem Ort, an dem Du sie regelmässig siehst, sodass Du bei jedem Blick darauf dich mit deinem Wunsch verbindest und dieser sich noch mehr in dein Unterbewusstsein festigen kann! 

 

Wann sollte man Visualisieren? 

Visualisieren kann man den ganzen Tag, jedoch sollte man dabei darauf achten, dass man sich von Tätigkeiten, die die volle Aufmerksamkeit benötigen, nicht ablenkt.

Am idealsten Visualisiert man direkt nach dem Aufstehen und/oder direkt beim zu Bett gehen, denn dann ist unser Bewusstsein am wenigsten aktiv und die Inhalte/ Bilder können leichter in unser Unterbewusstsein sickern. 
Zur Unterstützung kann man eine geführte Meditation laufen lassen oder Entspannungsmusik, aber auch Musik, die einem in die passende Stimmung versetzt! 
Wenn man z.B. eine bestimmte Band auf einem Konzert besuchen möchte, kann man im Hintergrund die Lieder dieser Band laufen lassen und sich bereits den Konzertbesuch vorstellen. 
Alles was sich gut anfühlt und mit euer Vorstellung/eurem Wunsch stimmig ist, hilft euch bei der Visualisierung. 
Hierbei ist es wieder wichtig, dies regelmässig zu tun -ein "Zu viel" gibt es nicht! 

Ich wünsche euch grosse Freude und grenzenloses Phantasie-Vergnügen beim Visualisieren! 

 

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